Mittwoch, 13. Januar 2016

Kopfgeflüster

Ich liege gerade wach. Kann nicht schlafen und habe Hunger. Ich habe so  starken Hunger dass ich schon seit 1 Stunde wach liege, dennoch so müde bin das ich mich kaum rühren kann.
Ich weiß dass ich noch 1 Tag nicht essen muss und es wird mir dann nichts mehr ausmachen und leichtfallen, aber ich weiß auch dass es nicht der richtige Weg ist, nicht der gesunde Weg.

Ich hatte mich schon so weit runter gehungert, bis auf die Knochen.
Doch War ich glücklich?  War ich zufrieden?  Hat es gereicht?

Nein. Es War niemals genug. Es War niemals zu wenig. Ich War niemals glücklich.
Ich War hungrig. Hungrig auf Knochen, auf weniger, auf Klappergestell.
Und was hat es mir gebracht?  Mein Kopf ist noch immer krank und von der Essstörung geleitet, auch wenn es mir im Moment besser geht und ich auch regelmäßiger esse, wieder mehr rausgehe und keine Angst mehr vor jedem zweiten Nahrungsmittel habe.

Ich habe so viel weswegen es sich zu kämpfen lohnt und dennoch irgendwie so wenig zu verlieren.

Ich weiß ich muss weiterkämpfen und darf der Krankheit nicht wieder kompletten Zulass in meinem Kopf geben.
Doch irgendwie will ich mich nur einmal in leben dünn fühlen und gut fühlen. Ich will mich nicht jeden Morgen hassen dafür was und wie ich bin.

Samstag, 15. August 2015

Herzblut


               
Ist zweisamkeit auch gleich Einsamkeit? 
Sehnst du dich nach warmen Herz während alles in dir schmerzt.
Während der Körper die Seele verzehrt und was bleibt ist kein wert.
Bin ich gefangen im Netz wurde so oft verletzt.
Klinge ins herz. 
Spür wie es schmerzt.

Und trotzdem  die Gedanken an die Welt,  dass dich nichts mehr hält
Lebenswertes lange weg, also ist es recht?                                         
Verschwinden ohne was zu sagen?  Versteckt und unter all den lagen.
Gefühle längst gestorben
Verstand schon längst verloren.

Montag, 6. Juli 2015

No time for love

Deine Hände gleiten schmutzig  über meinen Körper und packen mich fest. Du fässt mich an. Ohne Scham, ohne gewissen. Warum habe ich nur so viel getrunken?  Kann mich nicht regen, kein Ton kommt aus meiner trockenen Kehle. Ich bin wie erstarrt, wie zu einem eisblock erfroren. Wenn ich mich rühre,  würde ich zerbrechen. Du, von dem ich immer dachte dass du aufrichtig wärst, ein lieber junge, schaust mich nun an wie ein Stück Fleisch, dem es nichts ausmacht wenn es gepackt wird. Ich fühle mich erniedrigt wie ich unter dir liege. Tränen schon längst ausgetrocknet, Seele schon längst Tod.
Wie konnte ich mich so täuschen geht es mir immer wieder durch den Kopf.
Aggressiv schläfst du mit mir. Es tut weh. Mein inneres erstarrt und es fühlt sich an als wäre ein weiterer Teil von mir gefangen. Als wäre ich nicht mehr ich.
Ich will sterben. Ich will mich umbringen.
Es tut so weh.

Und ja ich bin noch da

Über ein Jahr ist vergangen und irgendwie fehlt mir das schreiben hier sehr... Wahrscheinlich werde ich auch wieder mehr schreiben.
Und es gibt so viel zu erzählen. So viel hat sich geändert doch so viel ist dennoch gleich geblieben. Was wohl selbsterklärend ist wenn ich wieder schreibe....
Wo soll ich nur anfangen? 
Ich bin Etappen meines Lebens hochgestiegen, habe Kapitel abgeschlossen aber bin genauso auch wieder weit nach unten gefallen und wurde von alten Gewohnheiten und Gedanken gepackt und gefangen genommen. Manches habe ich in den griff bekommen, vieles ist außer Kontrolle geraten, genauso wie ich Sachen und menschen verloren, die mir so wichtig waren...
In mir drinnen ist noch immer diese Leere, ich kämpfe noch immer gegen meine eigenen Dämonen, gegen die Magersucht und das selbstverletzen und die Selbstmordgedanken.
Doch ich habe mich Menschen anvertraut. Den richtigen aber auch den falschen, was mich jetzt noch vorsichtiger werden lies. Ich habe aus diesen Fehlern gelernt aber auch erfahren wie gut es tut über Probleme zu reden und wie es sich anfühlt wenn jemand hinter mir steht und mich wenigstens ein klein wenig hält wenn ich wieder zu fallen drohe. Und das ist okay so.
Ich verlange nichts mehr weil man so weniger enttäuscht werden kann.